Rezept: Tsatsiki

Wenn ihr über 30 seid, erinnert ihr euch vielleicht: früher gab es auf jeder Party ein Tsatsiki. Das war mal gut, mal schlecht – aber es war immer da. Heute ist die Angst nach Knoblauch zu riechen anscheinend so groß geworden, dass sich niemand mehr traut, davon zu essen – als wenn das den eigenen Ruf für immer ruinieren könnte.

Stattdessen gibt es auf Partys nur noch so Zeug wie – was weiß ich – vegane Quinoa-Muffins. Man findet höchstens noch einen aus Verlegenheit gekauften Becher Fertig-Tsatsiki aus dem Supermarkt, den man nach der Party dann wegwirft, weil jemand ein mal einen Löffel reingesteckt und das Zeug für geruchsgefährlich empfunden hat.

Deswegen ist die Kunst, ein gutes Tsatsiki machen, allgemein irgendwann verloren gegangen. Denn nein: Magerquark mit einer Zehe Knoblauch und Gurkenwürfeln ist kein Tsatsiki. Dabei geht die Zubereitung so verdammt leicht und schnell. Und dies Rezept ist so lecker, dass euch auch jede Knoblauchfahne danach vollkommen egal ist.

Zutaten für eine kleine Partyportion

  • 600 g griechischer Joghurt
  • 4 bis 6 mittelgroße Knoblauchzehen
    Nehmt 4, wenn ihr es etwas milder mögt; nehmt 6, wenn ihr mehr Dampf wollt – so wie ich!
  • 1 Salatgurke
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 1,5 Eßlöffel Weißweinessig
  • 2 Esslöffel Dill
    Ihr könnt entweder frischen oder gefrorenen Dill nehmen. Ich nehme meist Gefrorenen, weil dieser durch das Gefrieren eigentlich kein Aroma verliert. Da ich Dill sonst sehr selten brauche, ist dies die praktischste Art, immer welchen im Haus zu haben.
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  1. Schneidet die Spitze der Gurke ab und schält sie.
  2. Halbiert die Gurke und entfernt die Kerne mit einem kleinen Löffel.
  3. Reibt die Gurke mit einer Käsereibe in ein feinmaschiges Sieb.
  4. Hängt das Sieb mit der geraspelten Gurke in eine Schüssel und streut etwas Salz darüber. Mischt sie danach durch und salzt sie nochmal.
  5. Lasst die geraspelte Gurke 10 Minuten abtropfen.
    Das Salz entzieht der Gurke das Wasser. So habt ihr nach dem Durchziehen eures Tsatsikis keine Wasserpfütze darauf schwimmen.
  6. Gebt die geraspelte Gurke auf ein Küchenpapier. Faltet das Papier so um die Gurke, dass ihr einen kleinen Beutel bekommt und drückt so viel Wasser daraus, wie ihr könnt.
  7. Gebt die ausgedrückte Gurke nun mit dem Joghurt in eine Schüssel.
    Natürlich ohne das Küchenpapier!
  8. Gebt das Olivenöl, den Weißweinessig und den Dill dazu.
  9. Presst den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse dazu.
    Ihr könnt ihn natürlich stattdessen auch sehr fein hacken.
  10. Mischt alles gut durch und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab.
    Seid mit dem Salz etwas vorsichtig. Da ihr die Gurke schon gesalzen habt, solltet ihr erst wenig dazu geben und dann probieren. Ihr könnt sonst euer Tsatsiki leicht versalzen.
  11. Stellt das fertige Tsatsiki zum Durchziehen in den Kühlschrank, damit sich der Geschmack voll entfalten kann – am besten über Nacht; mindestens jedoch eine Stunde.

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